Tag der Frau

Es geht nicht um Blumen, sondern um Veränderung

SiMedia braucht starke Frauen. Südtirol braucht starke Frauen. Die Welt braucht starke Frauen. Als erstes Unternehmen im Pustertal, welches im Jahr 2012 mit dem Audit „familieundberuf“ ausgezeichnet wurde, stehen wir wie kaum eine andere Agentur in unserer Branche für Gleichberechtigung und Anerkennung. Deshalb wollen wir euch anlässlich des Weltfrauentags jedes Jahr eine andere Frau vorstellen, die Großartiges geleistet hat. Den Anfang macht Erfinderin und Kinoschönheit Hedy Lamarr.

Wir glauben, dass es an einem Tag wie diesem – und an jedem anderen Tag im Jahr – weniger darum geht, Frauen bunte Blumen oder süße Schokolade zu schenken, sondern viel eher darum, etwas in der Welt zu verändern. Im Vordergrund stehen Themen, wie die Gleichstellung der Geschlechter, sexuelle Selbstbestimmung, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und faire Arbeitsteilung. Gemeinsam mit euch nutzen wir diesen besonderen Tag, um auf die systematische Benachteiligung von Frauen aufmerksam zu machen – vor allem auch derer, die gesellschaftlich marginalisiert werden, wie zum Beispiel be_hinderte Frauen, trans Frauen, Frauen of Color oder geflüchtete Frauen.

Hedy Lamarr, eine Filmdiva

Eine Frau, deren Schönheit im Vordergrund stand. Aber sie war weit mehr als die “Schönste Frau der Welt”, als die sie berühmt wurde. Schon als junges Mädchen begeisterte sich Hedwig Eva Maria Kiesler für Technik und Wissenschaft – auch ihre Liebe zum Film entdeckte die Wienerin früh. Bereits mit 19 Jahren stieg sie ins Filmbusiness ein und spielte am Theater in Wien. Als sich ihre erste Ehe mit dem Waffenproduzenten Fritz Mandel als Disaster entpuppte, floh sie nach Paris und anschließend nach London. Dort wurde sie von einem bekannten Hollywood-Produzenten entdeckt. Er gab ihr den Künstlernamen Hedy Lamarr und brachte sie als “Schönste Frau der Welt” nach New York, wo sie schon bald das Filmgeschäft eroberte und in den 1930er und 40er Jahren zur Stilikone wurde.

Hedy LamarrTag der Frau - Hedy Lamarr

… und Pionierin

Doch in der Schönheit steckte nicht nur schauspielerisches Talent, sondern vor allem auch erfinderisches. Gemeinsam mit dem Komponisten George Antheil entwickelte sie für die Alliierten das Frequenzsprungverfahren, welches zur Steuerung von Torpedos diente. Damit waren die Funksignale schwer zu orten und störungssicher. Die Navy lehnte den Entwurf jedoch ab und der erhoffte Erfolg blieb für viele Jahre aus. Was die zwei damals noch nicht wussten: Mit ihrer Erfindung legten sie den Grundstein für die Entwicklung der zukünftigen Technologie, wie zum Beispiel Bluetooth und Wi-Fi. Erst in den späten Neunzigern wurde Hedy Lamarr für ihre Erfindung geehrt und tauschte ihren Titel der “Schönsten Frau der Welt” in den der “Lady Bluetooth”.

Stichwort: Gleichstellung

Hedy Lamarr wollte mit ihrem wissenschaftlichen Talent ein Zeichen setzen, aber wurde damals meist nur nach ihrem Gesicht beurteilt – hatte sie doch dieses Image der “Schönsten Frau der Welt”. Auch wenn heute, Jahrzehnte später, viele Frauen die Welt der Wissenschaft und Technik erobert haben, ist das noch lange keine Selbstverständlichkeit. Die klassischen Geschlechterrollen drängen Frauen noch viel zu oft in bestimmte Verhaltensweisen. Das muss nicht sein. Traut euch und verlasst diese veralteten Standards. Ihr werdet es nicht bereuen.

 

#inspire

Wertschätzung, Gleichberechtigung, Inklusion: Wenn jede*r einen kleinen Teil dazu beiträgt, können wir viel erreichen und die Welt – von Frauen und Männern – besser machen. Lasst uns die Menschen um uns herum inspirieren und mit unserer Begeisterung für Veränderung anstecken.

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